• Startseite.
  • Über uns.
  • Veranstaltungen.
  • Sternenhimmel.
  • Archiv.
  • Der Verein.
  • 80 Jahre Sternwarte.

Guten Tag! Herzlich Willkommen in der Sternwarte Greifswald...


80 Jahre Greifswalder Sternwarte

Foto: Blick in die Greifswalder Sternwarte, die in diesen Tagen 80 Jahre alt wird

Vor 80 Jahren – im Juli 1924 – wurde am Physikalischen Institut der Greifswalder Universität die Sternwarte eingerichtet.

Das Fach Astronomie gab es an der Universität allerdings schon länger. Mit  der Berufung des Mathematikers, Physikers und Baumeisters Andreas Mayer (1716-1782) begann die erste Epoche der wissenschaftlichen  Astronomie  in Greifswald. Mayer wird manchem als Erbauer des Greifswalder Universitätsgebäudes mit der berühmten Aula  bekannt sein. Um eine rege astronomische Tätigkeit zu entfalten genügte es jedoch nicht nur einen bekannten Wissenschaftler  an die Universität zu verpflichten, man benötigte auch eine Sternwarte für regelmäßige Himmelsbeobachtungen. Bei der Errichtung des ersten Observatoriums verwirklichte man den Vorschlag von Lambert H. Röhl (1733-1790) – dem Nachfolger Mayers –, den unmittelbar am Ryck gelegenen Pulverturm zur Sternwarte auszubauen, so dass im Jahre 1775 mit den Beobachtungen begonnen werden konnte. Bis zum  Anfang  des  19.Jahrhunderts diente diese Sternwarte einer regen Forschungs- und Ausbildungstätigkeit. Ab  1807  wurde das Gebäude durch französische Truppen für militärische Belange zweckentfremdet; während dieser Zeit verschwanden eine Reihe wertvoller Instrumente und das Observatorium  erlitt  einen  langsamen  Niedergang. Schließlich gab es seit 1825 in Greifswald keine astronomische Beobachtungsmöglichkeit  mehr.  

Der  Initiator der Neuerrichtung einer modernen Sternwarte war  Friedrich Krüger (1887-1940), Professor   für   Mathematik   und   Physik.  Als  geeigneten Aufstellungsort für das neue Fernrohr wählte man den Turm des 1891 eröffneten Physikalischen Instituts der Universität. Das Instrumentarium  wurde  von  der Firma Carl Zeiss in Jena geliefert und im Jahre 1924 stand  schließlich die neue Sternwarte für Beobachtungszwecke zur Verfügung. Neben dem von Krüger erworbenen 20cm-Refraktor  wurde später für fotografische  Beobachtungen noch ein  40cm-Newton-Reflektor angeschafft.  Von  1925  bis zum Krieg existierte ein Astronomisches Institut, dem das Observatorium unterstand. In den zwanziger und dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts diente die Sternwarte intensiver wissenschaftlicher Forschung, dort lehrten und forschten u.a. der Mathematiker Alfred Klose (1895-1953) sowie die Astronomen Erich Schönberg (1882-1971) und Paul ten Bruggencate (1901-1961). Nach dem Krieg gab es in Greifswald leider keine astronomische Ausbildung mehr und es wurden auch keine wissenschaftlichen Beobachtungen mehr durchgeführt. Einige Amateurastronomen kümmerten sich um die wertvollen Geräte der Sternwarte und hielten von Zeit zu Zeit öffentliche Vorträge.  

Seit  1988  versuchen wir, das Observatorium einer breiten Öffentlichkeit  zugänglich  zu machen. Die Kuppel wurde zum Teil renoviert und die Rekonstruktion des wertvollen Teleskops wird ständig  weitergeführt.  Mit Beobachtungsabenden, thematischen Vorträgen und Ausstellungen sollen dem interessierten  Publikum  Möglichkeiten  zur Beschäftigung mit der Astronomie geboten werden. Im Jahre 1992 gründete sich der Verein „Greifswalder Sternwarte e.V.“. Das Hauptanliegen der Vereinsarbeit besteht in der ideellen und materiellen Förderung der astronomischen Bildung von Studenten, Schülern und an der Astronomie interessierten Bürgern sowie in der Erhaltung und Modernisierung der historischen Sternwarte der Universität. Der Verein unterstützt die Aktivitäten in der studentischen Ausbildung auf dem Gebiet der Astronomie und fördert eine breite Öffentlichkeitsarbeit. Inzwischen hat der Sternwartenverein mehr als 70 Mitglieder. Die Besucherzahlen bei den Führungen und öffentlichen Beobachtungen haben mit etwa 3.000 Besuchern und etwa 100 Veranstaltungen pro Jahr das Maximum des Machbaren erreicht. Jeden ersten und dritten Donnerstag eines Monats ist die Sternwarte für Besucher geöffnet. Seit etwa zehn Jahren gibt es auch wieder eine Ausbildung im Fach Astronomie für Lehramtskandidaten, ebenso werden regelmäßig Lehrerweiterbildungsveranstaltungen angeboten.  

Anlässlich des 80-jährigen Sternwartenjubiläums und im Zusammenhang mit einer bundesweiten Aktion zur Popularisierung der Astronomie, die vom „Stern“ initiiert wurde, findet am 18.09.2004 die „Lange Nacht der Sterne“ statt, in der eine Reihe von Vorträgen, Führungen und Beobachtungen angeboten werden. Greifswalder und Gäste, Studenten und Schüler sind zu dieser „Langen Nacht“ ab 19:00 Uhr (bis 03:00 Uhr) in das Physikalische Institut, Domstr.10a, herzlich eingeladen.

Dr. Holger Kersten

 

0-jahre-sternwarte.html#top">Zum Seitenanfang zur�ck
  • Startseite.
  • Links.
  • Kontakt.
  • Impressum.
© Greifswalder Sternwarte 2012
letzte Aktualisierung: 19.12.07 11:19 Page: 13